Zusatzleistungen von Krankenkassen (GKV) für eine künstliche Befruchtung

 

Der Leistungsanspruch gesetzlich Krankenversicherter auf bestimmte Behandlungen oder Untersuchungen in der vertragsärztlichen Versorgung wird im Rahmen des Selbstverwaltungsprinzips von dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in verbindlichen Richtlinien näher konkretisiert. Für eine Kinderwunschbehandlung werden die Ansprüche von Versicherten in der GKV in § 27a SGB V und der Richtlinie über künstliche Befruchtung des G-BA geregelt. Außerdem sind seit dem 01. Januar 2012 durch das GKV-Versorgungsstrukturgesetz die Angebotsmöglichkeiten für Satzungsleistungen der Krankenkassen erweitert worden. Dabei können die Krankenkassen auch Leistungen im Zusammenhang mit einer künstliche Befruchtung als Zusatzleistungen in ihren Leistungskatalog aufnehmen.

Nachfolgende Krankenversicherungen haben in diesem Zusammenhang Zusatzleistungen zugesagt. Vor einem Wechsel der Krankenkasse sollten Betroffene sich in jedem Fall die Aktualität und Richtigkeit der Angaben bestätigen lassen. Teilweise ist eine Aufnahme in die jeweilige Krankenversicherung nur möglich, wenn man in einem bestimmten Bundesland lebt bzw. bei einem Arbeitgeber in diesem Bundesland beschäftigt ist. Die Aufstellung erhebt keinen Anspruch auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit. Darüber hinaus können von den jeweiligen Krankenkassen für eine Kostenübernahme weitere hier nicht genannte Voraussetzungen gemacht werden.

BKK Scheufelen

Die BKK Scheufelen übernimmt auch Leistungen an unverheiratete Paare.

Quelle: http://bkk-scheufelen.de/page/leistungen/leistungen-a-z/kuenstliche-befruchtung-bei-uns-auch-ohne-trauschein.php?searchresult=1&sstring=k%C3%BCnstliche+Befruchtung#lep_946

Actimonda BKK

Sind drei bereits genehmigte Versuche erfolglos geblieben, übernimmt die Actimonda BKK die Hälfte der Kosten für einen vierten Versuch.

Quelle: http://www.actimonda.de/leistungen/elternratgeber/kuenstliche-befruchtung.html

BKK Textilgruppe Hof

Die BKK Textilgruppe Hof ist offen für alle gesetzlich Krankenversicherten (und ihre Angehörigen) die ihren Wohnsitz oder den Sitz ihres Arbeitgebers in Bayern haben. Die Krankenkasse erstattet zusätzlich zu den in § 27a SGB V geregelten Ansprüchen 50 % der Kosten für einen 4. Versuch zur künstlichen Befruchtung, soweit der 3. Versuch genehmigt und durchgeführt wurde. Voraussetzungen dafür sind, dass vor dem 4. Versuch eine Bescheinigung und ein Kostenvoranschlag des behandelnden Arztes der BKK Textilgruppe Hof vorgelegt wird und die BKK Textilgruppe Hof schriftlich dem 4. Versuch der künstlichen Befruchtung zugestimmt hat. Über die gesetzliche Regelung hinaus werden Leistungen zur künstlichen Befruchtung für weibliche Versicherte bis zur Vollendung des 42. und für männliche Versicherte bis zur Vollendung des 52. Lebensjahres erbracht.

Quelle: http://www.bkk-textilgruppe-hof.de/kuenstliche-befruchtung.html

BKK Brau-Gillette

Die BKK Braun-Gillette erstattet – zusätzlich zu den gesetzlich geregelten Ansprüchen – 50 % der Kosten für einen 4. Versuch zur künstlichen Befruchtung, soweit der 3. Versuch genehmigt und durchgeführt wurde. Anspruch auf diese Leistung haben Frauen im Alter zwischen 25 und 40 Jahren und Männer im Alter zwischen 25 und 50 Jahren. Personen, die diese Maßnahmen in Anspruch nehmen wollen, müssen miteinander verheiratet sein und zumindest ein Partner muss bei der BKK Braun-Gillette versichert sein.

Quelle: http://www.bkk-braun-gillette.de/index.php?session=cia7f3hb7okuak4pvvivsra6acc8liqg2jaqo272d4m3u1gqecq0&entryid=50331666&firstchar=F&lexdataid=66&frame=1

BKK der Thüringer Energieversorgung

Die BKK der Thüringer Energieversorgung übernimmt zusätzlich zu der begrenzten Anzahl von 3 Maßnahmen einen Zuschuss in Höhe von 50 % für 2 weitere Versuche. Darüber hinaus kann sich der Zuschuss für die Behandlungsmaßnahmen um 25 % erhöhen, wenn beide Ehegatten Mitglieder der BKK der Thüringer Energieversorgung sind.

Quelle: http://www.bkk-thev.de/leistung-service/leistungsuebersicht/familienplanung/

BKK Akzo Nobel -Bayern

Die BKK Akzo Nobel-Bayern (Kassenöffnung für Bayern) hat bei der künstliche Befruchtung die Altersgrenze für Frauen von 40 auf 45 Jahre angehoben.

Quelle: www.bkk-akzo.de/suche/neue-mehrleistungen/

Knappschaft

Die Knappschaft erstattet bis zum Jahr 2015 im Rahmen des genehmigten Behandlungsplanes Kosten für eine künstliche Befruchtung von 100 % der Behandlungskosten, sofern beide Partner bei der Knappschaft versichert sind. Neu ab 2016: Seit dem Jahr 2016 erstattet die Knappschaft zusätzlich nur noch eine Betrag in Höhe von € 500,00 pro Versuch.

Quelle: https://www.knappschaft.de/DE/1_navi/04_krankenversicherung_a-z/01_leistungen/schwangerschaft_und_geburt_kuenstliche_befruchtung/node.html

IKK classic

Di IKK classic erstattet verheirateten Paaren 100 % des zu zahlenden Eigenanteils, wenn beide Partner bei der IKK classic versichert sind. Ist nur ein Partner bei der IKK classic versichert, erhält der/die Versicherte 50 % des Eigenanteils. Neu ab 2016: Die IKK classic erstattet verheirateten Paaren je Behandlungsversuch 500 Euro des zu zahlenden Eigenanteils, wenn beide Partner bei der IKK classic versichert sind. Ist nur ein Partner bei der IKK classic versichert, werden 250 Euro des noch zu zahlenden Eigenanteils erstattet.

Quelle: www.ikk-classic.de/leistungen-service/leistungen-von-a-z/kuenstliche-befruchtung.html
AOK Sachsen-Anhalt

Die AOK Sachsen-Anhalt übernimmt zusätzlich zu dem im Gesetz geregelten Anspruch auf drei Behandlungszyklen bis zu 300 Euro für einen vierten Behandlungszyklus zur künstlichen Befruchtung, soweit der dritte Behandlungszyklus durch eine gesetzliche Krankenkasse genehmigt und durchgeführt wurde. Diese  Leistung setzt voraus, dass beide Ehegatten während des Behandlungszeitraums bei der AOK Sachsen-Anhalt versichert sind.

Quelle: https://www.aok.de/sachsen-anhalt/leistungen-service/familienplanung-83782.php

AOK Rheinland-Pfalz/Saarland

Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland hat den gesetzlichen Zuschuss um weitere 50 % erhöht, so dass die Krankenkasse 100 % der mit dem Behandlungsplan genehmigten Kosten übernimmt.

Quelle: http://www.aok.de/rheinland-pfalz-saarland/leistungen-service/kuenstliche-befruchtung-209129.php

BKK B. Braun Melsungen AG (geschlossene Krankenkasse)

Die Krankenkasse übernimmt (nur) für Mitarbeiter und mitversicherte Angehörige 100 % der Kassenleistungen.

Daimler BKK (geschlossene Krankenkasse)

Sofern beide Ehepartner bei der Daimler BKK versichert sind, übernimmt die Daimler BKK die gesamten Kosten der Maßnahme in Höhe der Kassensätze.

Quelle: http://www.daimler-betriebskrankenkasse.com/Schnell_finden/Leistungen_von_A-Z/Leistungen_K/Kuenstliche_Befruchtung/

Bergische Krankenkasse

Bei einer künstliche Befruchtung übernimmt die BERGISCHE 90 % der Kosten.

Quelle: http://www.die-bergische-kk.de/t3/leistungen/leistungen/bergisch-family-familie/schwangerschaft-baby.html

BKK VBU

Wenn Sie als Ehepaar schon jetzt die Voraussetzungen für die künstliche Befruchtung erfüllen, erhöhen die Krankenkasse den Kostenzuschuss auf 75 %. Der Eigenanteil wird damit halbiert. Die zusätzliche Kostenübernahme erfolgt für die Leistungen, die dem Versicherten der BKK VBU zu zuordnen sind. Ist der Partner nicht bei der BKK VBU versichert, übernimmt die Krankenkasse für dessen Leistungen keine zusätzlichen Kosten. Ferner haben Versicherte der BKK VBU bereits einen Anspruch auf einen Kostenzuschuss in Höhe von 75 %, wenn beide Partner 19 Jahre alt und beide bei der BKK VBU versichert sind. Die von der BKK VBU geplante Erweiterung der Leistungen an nicht verheiratete Paare wurde hingegen vom Bundesversicherungsamt nicht genehmigt.

Quelle: https://www.meine-krankenkasse.de/leistungen-extras/zusatzleistungen/kuenstliche-befruchtung.html

IKK Brandenburg und Berlin

Die IKK Brandenburg und Berlin hat eine Erweiterung des gesetzlichen Erstattungsumfangs um 25 Prozent beschlossen. Wenn beide Partner bei der IKK versichert sind,die künstliche Befruchtung in einer dafür zugelassenen Praxis durchgeführt wird und der Kostenrahmen für alle dazu nötigen Maßnahmen vorab schriftlich genehmigt worden ist, werden insgesamt 75 % erstattet.

Quelle: http://www.ikkbb.de/leistungen/leistungen-fuer-eltern/schwangerschaft-und-mutterschaft/kuenstliche-befruchtung.html

Atlas BKK Ahlmann

Die Versicherten erhalten von der Krankenkasse zusätzlich eine schriftliche Kostenzusage für die weitere Übernahme von 25 % der Kosten des Behandlungsplans, so dass sich der Anteil von 75 % erhöht.

Quelle: http://www.atlasbkkahlmann.de/index.php?option=com_content&view=article&id=185&Itemid=291

BKK Rieker Ricosta  Weisser

Die BKK Rieker Ricosta Weisser erhöht ihren Kostenanteil für eine künstliche Befruchtung von 50 % auf 75 %.

Quelle: http://www.bkk-rrw.de/index.php?option=com_content&task=view&id=325&Itemid=91

AOK Baden-Württemberg

Die AOK Baden-Württemberg übernimmt zusätzlich zur hälftigen Finanzierung ab Juli 2013 ein weiteres Viertel der Behandlungskosten für die künstliche Befruchtung (IVF/ICSI). Bezahlt werden den betroffenen Frauen somit 75 % der Kosten für drei Behandlungszyklen. Dafür müssen beide Partner bei der Krankenkasse versichert sein. Darüber hinaus hebt die Krankenkasse die Altersgrenze für die Patientinnen auf. Ferner sollen die bei der AOK Baden-Württemberg versicherten auch nicht verschreibungspflichtige apothekenpflichtige Arzneimittel bezahlt bekommen, z.B. Präparate mit den Wirkstoffen Eisen, Magnesium und/oder Folsäure als Monopräparate oder Kombinationspräparate.

Quelle: http://www.aok.de/baden-wuerttemberg/leistungen-service/kuenstliche-befruchtung-175786.php

Brandenburgische BKK

Bei Vorliegen der gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen übernimmt die Brandenburgische BKK 75 % der  anfallenden Behandlungskosten.

Quelle: http://www.brandenburgische-bkk.de/aktuelles/neuigkeiten/322-neue-zusatzleistungen

AOK plus (Sachsen und Thüringen)

Die AOK plus übernimmt zusätzlich zu den genehmigten Behandlungskosten weitere 25 %, insgesamt somit 75 %, der mit dem Behandlungsplan genehmigten Leistungen der künstlichen Befruchtung. Darüber hinaus werden unter bestimmten Voraussetzungen auch Leistungen für Assisted Hatching und für testikuläre Spermienextraktion (TESE) übernommen.

Quelle: https://www.aokplus-online.de/zielgruppe/presse/downloadbereich/satzungen.html

BKK exklusiv

Die BKK exklusiv übernimmt weitere 25% der Kosten, so dass insgesamt also 75% der im Behandlungsplan genehmigten Kosten übernommen werden.

Darüber hinaus plant die Krankenkasse eine Erweiterung der Zusatzleistungen: Auch für Paare im Alter zwischen 20 und 25 Jahren sollen die Kosten für eine künstliche Befruchtung übernommen werden. Außerdem setzt sich die BKK exklusiv dafür ein, dass auch unverheiratete Paare den erhöhten Kostenzuschuss erhalten. Bis jetzt werden die Erweiterung der Altersgrenze und die Ausweitung der Leistung für unverheiratete Paare durch die Aufsichtsbehörde der gesetzlichen Krankenversicherung (Bundesversicherungsamt) nicht genehmigt.

Quelle: http://www.bkkexklusiv.de/index.php?id=197

AOK Rheinland-Pfalz/Saarland 

Die AOK Rheinland-Pfalz/Saarland übernimmt darüber hinaus weitere 12,5% der Kosten, so dass sich der Gesamtzuschuss auf 62,5% erhöht.

Quelle: http://www.aok.de/rheinland-pfalz-saarland/leistungen-service/kuenstliche-befruchtung-209129.php

Bahn BKK

Die Bank-BKK erhöht den Anteil von 50 % der abrechnungsfähigen Gesamtkosten auf 65 %. Sind beide Partner bei der BAHN-BKK versichert, erhöht sich der Anteil der Kostenerstattung auf 70 %.

Quelle: http://www.bahn-bkk.de/Page004030.aspx

BKK EWE

Die BKK EWE übernimmt bei einer künstlichen Befruchtung 75 % der vertragsärztlichen Leistungen und Arztneumittel für bis zu 3 Versuche. Besonderheit ist auch, dass Leistungen auch an Frauen gewährt werden, welche das 20. Lebensjahr vollendet haben.

Quelle: http://www.bkk-ewe.de/pluspunkte/1246.php

IKK Südwest

Die IKK Südwest zahlt ihren Versicherten einen Zuschuss in Höhe von 25 %, so dass 75 % dieser Gesamtkosten übernommen werden. Zusätzlich dazu zahlt die Krankenkasse einem Ehepaar zu maximal drei Versuchen der künstlichen Befruchtung nach den Verfahren In-vitro-Fertilisation (IVF) oder Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) einen Zuschuss von 300 Euro je Versuch. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass der Ehepartner nicht bei einer anderen gesetzlichen Krankenkasse versichert ist.

Quelle: www.ikk-suedwest.de/2013/12/die-ikk-suedwest-hilft-paaren-mit-unerfuelltem-kinderwunsch-2/

BKK Dürkopp Adler

Die BKK Dürkopp Adler übernimmt neben den gesetzlich vorgeschriebenen 50% zusätzlich weitere 25% der Behandlungskosten, so dass insgesamt 75 % der Behandlungskosten übernommen werden.

Quelle: http://www.bkk-duerkopp-adler.de/leistungen_von_a_bis_z/k/kuenstliche_befruchtung.html
BKK Mobil Oil

Zusätzlich zum gesetzlichen Anteil zahlt die BKK Mobil Oil weitere 1.000,00 Euro pro Durchführung einer IVF oder einer ICSI für maximal drei Versuche. Auch für weitere Kinderwunschtherapien hat die BKK Mobil Oil ihr Leistungsangebot erweitert. Bei einer „Insemination im Spontanzyklus“ übernimmt die Krankenkasse die vollen Kosten für acht Versuche, bei der „Insemination nach hormoneller Stimulation“ ebenfalls 100 % für maximal drei Versuche.

Quelle: http://www.bkk-mobil-oil.de/ueber-uns/presse/pressemeldungen/2013/kinderwunsch.html

Hanseatische Krankenkasse – HEK

Die HEK bezuschusst maximal 3 Versuche IVF oder ICSI in Höhe von 200,00 Euro je Versuch. Voraussetzung ist, dass beide Ehepartner bei der HEK versichert sind und die Behandlung zu Lasten der HEK abgerechnet wurde.

Quelle: http://www.hek.de/leistungen-beitraege/leistungen-a-z/kuenstliche-befruchtung.html

BKK Verbund Plus

Die Krankenkasse unterstützt die Versicherten bei den ersten drei Versuchen der künstlichen Befruchtung zusätzlich mit je 200,00 Euro, wenn beide Ehepartner bei der Kasse versichert sind.

Quelle: http://www.bkk-verbundplus.de/Gut-informiert/Aktuelle-Neuigkeiten/VerbundPlus-Plus.php

BKK Wirschaft und Finanzen

Die BKK Wirtschaft & Finanzen erstattet zusätzlich zu den genehmigten Kosten eines Behandlungsplans einmalig weitere 500,00 Euro für medizinische Maßnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft. Dieser Zuschuss beträgt bis zu 1.000 Euro, wenn auch der Partner bei der Krankenversicherung versichert ist.

Quelle: http://www.bkk-wf.de/ihre-leistungen-im-ueberblick/leistung/kuenstliche-befruchtung/

Techniker Krankenkasse

Versicherte erhalten von der Techniker Krankenkasse bei der künstlichen Befruchtung einen Zuschuss von 250 Euro pro Behandlungsversuch, wenn beide Ehepartner bei der Krankenversicherung versichert sind.

Quelle: www.tk.de/tk/leistungen-a-z/k/kuenstliche-befruchtung/39278

Salus BKK

Versicherte erhalten von der Salus BKK pro Behandlungsversuch einen Zuschuss von 250 Euro, wenn beide Ehepartner bei der Krankenversicherung versichert sind.

Quelle: http://www.salus-bkk.de/salus_bkk/leistungen/schwangerschaft/befruchtung.php

 

 

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