Zuschüsse für eine künstliche Befruchtung – Förderprogramme der Länder

Die folgende Auflistung soll einen besseren Überblick über die gegenwärtigen Zuschussmöglichkeiten geben. Trotz aller Sorgfalt kann ich jedoch nicht für die durchgängige Aktualität und Korrektheit der Angaben garantieren. Nachfolgende Länder gewähren auf der Grundlage des Förderprogrammes des Bundes (http://www.informationsportal-kinderwunsch.de/) Zuschüsse an Kinderwunschpaare:

Mecklenburg-Vorpommern

Das Land Mecklenburg-Vorpommern stellt seit Anfang 2013 finanzielle Mittel bereit und übernimmt mit dem Bund 25 % des Eigenanteils. Eine Vereinbarung zwischen Bund und Land bzw. die Richtlinie liegt jedoch noch nicht vor.

Niedersachsen

Die Richtlinie des Landes Niedersachsen sieht vor, dass Bund und Land neben der 50%igen Kostenübernahme durch die Krankenkassen gemeinsam bis zu 50 % des den Paaren nach Abrechnung der gesetzlichen (GKV) oder privaten Krankenkasse (PKV) sowie ggf. der Beihilfestelle verbleibenden Eigenanteils übernehmen. Die Zuwendung wird gewährt, wenn die Eheleute ihren Hauptwohnsitz in Niedersachsen haben und die Behandlung in einer Reproduktionseinrichtung in Niedersachsen erfolgt. Darüber hinaus müssen die Voraussetzungen des §27a SGB V erfüllt sein.

http://www.kinderwunsch.niedersachsen.de/startseite/jugend_familie/ass_reproduktion_kinderwunschbehandlung/assistierte-reproduktion-111543.html

Sachsen-Anhalt

Kinderwunschpaare in Sachsen-Anhalt erhalten seit dem Jahr 2010 finanzielle Unterstützung. Das Bundesland fördert den 2. bis 4. Behandlungszyklus einer IVF oder ICSI. Für eine Förderung ist Voraussetzung, dass die Paare ihren Hauptwohnsitz in Sachsen-Anhalt haben, eine Reproduktionseinrichtung in Sachsen-Anhalt nutzen und die Vorgaben nach § 27a SGB V erfüllen. Darüber hinaus bestehen Überlegungen, auch den ersten Zyklus zu fördern.

Ferner fördert das Land Sachsen-Anhalt auch unverheiratete Paare bei der sogenannten künstlichen Befruchtung, wobei in diesen Fällen eine Abrechnung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) erfolgt.

http://www.sachsen-anhalt.de/index.php?id=43092

Sachsen

Der Freistaat Sachsen fördert Kinderwunschpaare mit unerfülltem Kinderwunsch seit 2009. Sachsen fördert den 2. bis 4. Behandlungszyklus in Form von Festbeträgen, sofern das Paar verheiratet ist und seit mindestens einem Jahr seinen Hauptwohnsitz in Sachsen hat. Zudem muss die Behandlung in einem sächsischen Reproduktionszentrum durchgeführt werden. Die Voraussetzungen des § 27a SGB V müssen gleichfalls erfüllt sein.

http://amt24.sachsen.de/ZFinder/verfahren.do;jsessionid=1549C7FCC0E8D5EBE2F3382548616EC1.zufi2_2?action=showdetail&modul=VB&id=207710!0

Thüringen

Das Land Thüringen wird sich ab 1. September 2013 an der Bundesinitiative beteiligen. Danach werden Bund und das Land Thüringen 50 % des Eigenanteils der Paare: bei einer Kinderwunschbehandlung im ersten bis dritten Behandlungszyklus jeweils maximal 800 Euro und im vierten Behandlungszyklus 1600 Euro, bei einer ICSI-Behandlung in den ersten drei Zyklen jeweils 900 Euro und im vierten Zyklus 1800 Euro. Neben den gesetzlichen Voraussetzungen (§ 27a SGB V) muss die Kinderwunschbehandlung in einem der drei zugelassenen Kinderwunschzentren im Freistaat erfolgen.

http://www.tlz.de/startseite/detail/-/specific/Thueringen-uebernimmt-bald-den-Kostenanteil-einer-kuenstlichen-Befruchtung-340425548

Brandenburg

Noch im August 2012 hatte Familienminister Günter Baaske (SPD) versprochen, dass das Land sich an dem Förderprogramm des Bundes beteiligen wolle. Nunmehr steht fest, dass auch im Haushalt des Bundeslandes für 2014 keine Mittel hierfür eingeplant wurden.

http://www.moz.de/nachrichten/brandenburg/artikel-ansicht/dg/0/1/1216699/

Berlin

Seit dem Monat August 2015 beteiligt sich auch die Stadt Berlin an dem Förderprogramm des Bundes. Die näheren Einzelheiten des Förderprogrammes wurden vom Land Berlin noch nicht veröffentlicht.

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Informationen zu den Leistungsvoraussetzungen für eine Kinderwunschbehandlung.
Informationen zu Rechtsanwalt Philipp-Alexander Wagner und Kinderwunschrecht.
Informationen zum Thema unerfüllter Kinderwunsch.