Gemeinsamer Bundesausschuss überprüft Grenzwerte für ICSI

Mit Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 16.08.2012 wurde das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) beauftragt zu überprüfen welche Spermiogrammparameter eine Indikation zur Intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) statt einer In-Vitro-Fertilisation (IVF) begründen. Möglicherweise werden somit die Grenzwerte in den Richtlinien über künstliche Befruchtung des G-BA (Ziffer 11.5) zukünftig angepasst. Hintergrund könnte sein, dass auch die WHO in dem aktuellen Manual eine Änderung der Referenzwerte vorgenommen hat, vgl. Beitrag vom 03.09.2012.  Gemäß § 27a Abs. 4 SGB V sind die Richtlinien des G-BA Grundlage für einen Leistungsanspruch gegenüber der GKV. Quelle: http://www.g-ba.de/downloads/39-261-1547/2012-08-16_IQWiG_Beauftragung_ICSI.pdf  

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Spermiogramm nach den neuen WHO-Richtlinien

Das Manual der World Health Organisation (WHO) ist die maßgebliche Grundlage zur Ejakulatdiagnostik. In der 5. Auflage des WHO-Manual wird die Ejakulatanalyse, Spermienpräparation und Qualitätssicherung beschrieben. Die neuen Grenzwerte basieren auf einer Studie mit mehr als 4.500 Männern und haben sich im Vergleich zu dem Manual der 4. Auflage wie nachfolgen beschrieben verändert:   Unterer Grenzwert 2010 Referenzwert 1999 Ejakulatvolumen (ml) 1,5 2,0 Gesamtzahl (Mio.) 39 40 Spermienkonzentration (ml) 15 20 Progressive Motalität (%) 32 50 Gesamtmotalität (%) 40 Vitalität (%) (Eosin-Test) 58 75 Normale Formen 4 14 Peroxidase-positive Leukozyten < 1 Mio./ml MAR-Test < 50 % mobile Spermien mit anhaftenden Erythrozyten Bei der Motalität wird im Rahmen der neuen WHO-Richtlinie nur…

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