Bundesarbeitsgericht: Bei einer künstlichen Befruchtung keine Lohnfortzahlung!

Wenn Arbeitnehmerin eine künstliche Befruchtung vornehmen lassen, dass kommt es häufiger vor, dass im Rahmen der Behandlung zeitweilig auch eine Krankschreibung erfolgt. Grundsätzlich erhalten Arbeitnehmer in Deutschland bei einer Krankschreibung ihre Lohnzahlung weiter (bis zu 6 Wochen). Bisher galt somit, dass die Arbeitnehmerin auch bei einer künstlichen Befruchtung die Lohnzahlung für die Dauer der Krankschreibung erhalten haben. Nach einer aktuellen Entscheidung des Bundesarbeitsgericht (5 AZR 167/16) erhält eine Arbeitnehmerin jedoch keine Lohnfortzahlung, wenn sie sich im Zuge einer künstlichen Befruchtung krankschreiben lässt. Nach Auffassung des Gerichtes betritt die Erfüllung eines Kinderwunsches die individuelle Lebensgestaltung des Arbeitnehmers und nicht das nach dem Entgeltfortzahlungsgesetz vom Arbeitgeber, als gesetzlicher Ausgestaltung seiner Fürsorgepflicht, zeitlich begrenzt zu tragende…

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