Studie: Bei einer künstlichen Befruchtung von Frauen Ü 40 sinkt das Fehlgeburtenrisiko

Gemäß einer australischen Studie zufolge sollen Mütter jenseits der 40 nach künstlicher Befruchtung seltener Kinder mit Geburtsdefekten bekommen, als nach einer natürlichen Empfängnis. Nach der Studie nimmt das Risiko für kindliche Fehlbildungen nach assistierter Reproduktion mit zunehmendem Alter der Mutter statistisch gesehen ab. Eine Erklärung hierfür konnten die Ärzte bisher nicht finden. Quelle: www.sueddeutsche.de/gesundheit/kinderwunsch-vorteil-fuer-ue-eltern-1.3208986  

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OLG Köln lehnt Kostenübernahme für eine Polkörperdiagnostik (PKD) ab

Gemäß einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichtes Köln ist davon auszugehen, dass eine Polkörperdiagnostik (PKD) grundsätzlich nicht zum Umfang einer privaten Krankenversicherung gehört. Die PKD ermöglicht im Rahmen einer künstlichen Befruchtung (IVF/ICSI) eine genetische Untersuchung der entnommenen Eizelle. Versicherungsfall ist danach grundsätzlich eine medizinisch notwendige Heilbehandlung einer versicherten Person wegen Krankheit oder Unfallfolgen. Eine Polkörperdiagnostik mit dem Ziel, die Übertragung einer Gen-Mutation auf den Embryo zu vermeiden, zielt nach Auffassung des OLG Köln weder auf Heilung noch auf Besserung oder Linderung eines Leidens der Klägerin als versicherter Person ab, was Voraussetzung dafür wäre, sie als Heilbehandlung im Sinne des Krankheitskostenversicherungsvertrags der Parteien anzusehen Nach Auffassung des OLG Köln stellt die PKD…

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Studie: Nährlösung für den Erfolg der IVF-Behandlung wichtig – oder warum möglicherweise das erste Bad das Wichtigste sein könnte

Im Rahmen einer künstlichen Befruchtung (IVF/ICSI-Behandlung) werden Embryonen in einer Petrischale großgezogen. Wie Forscher jetzt herausgefunden haben ist ein wichtiger Faktor die Nährlösung. Das Problem ist, dass die Hersteller dessen Zusammensetzung geheim halten. Mehr zur Studie unter: http://www.sueddeutsche.de/wissen/reproduktionsmedizin-das-erste-bad-1.3136211

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LG Hamburg: Kinderwunschzentrum muss nach gefälschter Unterschrift keinen Unterhalt zahlen

Ein Hamburger Kinderwunschzentrum muss keinen Unterhalt für ein Mädchen zahlen, das aus einer künstlichen Befruchtung hervorgegangen ist. Das Landgericht Hamburg wies am 04.08.2016 die Klage eines Mannes zurück, der dem Zentrum vorgeworfen hatte, die Unterschrift unter Einverständniserklärungen nicht geprüft zu haben. Tatsächlich habe nämlich seine damalige Frau die Unterschriften gefälscht. Das Gericht entschied jedoch, das Kinderwunschzentrum habe nicht fahrlässig gehandelt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Kläger zunächst einverstanden mit künstlicher Befruchtung Der zeugungsunfähige Mann hatte zu Beginn der Behandlung im Juli 2008 sein Einverständnis zu einer künstlichen Befruchtung seiner Frau mit Fremdsamen erklärt. Im Lauf der Zeit gab es rund zehn Behandlungen. Im Dezember 2010 brachte die Frau ein…

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OVG Münster: Kind indischer Leihmutter und deutschen Vaters hat Recht auf deutschen Pass

Ein deutscher Pass für das Kind einer indischen Leihmutter? Bei den Behörden blitzte der deutsche Vater, der mit seinem Partner in Israel lebt, ab – aber das Oberverwaltungsgericht Münster hat ihm am 14.07.2016 doch zum Erfolg verholfen und den bisher geltenden Grundsatz gekippt, dass nach deutschem Recht der Ehemann als Kindsvater gilt, auch wenn er es biologisch gar nicht ist (Az.: Aktenzeichen: 19 A 2/14). Einfacher Wunsch in schwierigen Umständen Wenn Recht auf Emotionen und Moral trifft, wird es in der Regel kompliziert. Das OVG Münster befasste sich am 14.07.2016 mit dem Wunsch eines Sechsjährigen die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten. Eine einfache rechtliche Frage, wenn da nicht die Umstände wären: Der Junge…

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Preisbindung für Medikamente in Deutschland könnte fallen – Warum Kinderwunschpatienten davon profitieren können

Die umstrittene Preisbindung für verschreibungspflichtige Medikamente in Deutschland könnte aufgrund einer zu erwartenden Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vor dem Aus stehen. Wie der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), Maciej Szpuna, in seinen Schlussanträgen ausführt, beschränke die Preisbindung den freien Warenverkehr in der EU, verenge den Marktzugang von Internet-Apotheken und sei auch aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht zu rechtfertigen. In der Regel folgt der EuGH bei seiner Entscheidung den Anträgen des Generalanwaltes. Das Urteil des EuGH wird in einigen Monaten erwartet. Kinderwunschpatienten sind in der Regel auf die Anschaffung von Hormonen zur Stimulation angewiesen. Günstigere Medikamente mussten sich die Patienten vielfach aus dem Ausland besorgen. Sollte die Preisbindung aufgehoben werden, dann könnte dieser…

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Studie: Künstliche Befruchtung gesellschaftlich immer mehr anerkannt

Laut einer Studie der Krankenkasse IKK classic haben Frauen zwischen 20 und 50 Jahren kaum noch Berührungsängste beim Thema künstliche Befruchtung. Mehr als jede zweite von ihnen würde nach dieser Studie diesen Weg zum Wunschkind auch für sich persönlich nutzen, wenn anders der eigene Kinderwunsch nicht zu erfüllen wäre. Bei den Männern dieser Altersgruppe sind dafür 45 Prozent aufgeschlossen. Generell befürworten 78 Prozent der Frauen und 66 Prozent der Männer eine medizinische Kinderwunschbehandlung, wenn Paare auf natürlichem Weg keinen Nachwuchs bekommen können. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie der IKK classic, bei der 500 Frauen und 500 Männer zwischen 20 und 50 Jahren befragt wurden. Demnach ist die künstliche Befruchtung…

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Chemotherapie und neue Techniken bei der künstlichen Befruchtung

Bei einer Chemotherapie ist eine Beeinträchtigung  der Fertilität häufig gegeben. Lange galt es als ausgeschlossen, dass die krebserkrankte Patientin nach einer Chemotherapie noch Kinder bekommen kann, weil dabei häufig die noch unreifen Eizellen in den Eierstöcken geschädigt werden. Heute können sich Betroffene vor einer Krebsbehandlung Eierstockgewebe entnehmen lassen. Der Eingriff dauert zehn Minuten. Im Anschluss wird das Gewebe eingefroren und nach überstandener Erkrankung transplantiert. Bei der Transplantation des Eierstockgewebes entwickeln sich die Zellen auf natürliche Weise, eine künstliche Befruchtung mit aufwendiger Hormonbehandlung wie beim Social Freezing entfällt. Bislang wird das Verfahren nur eingesetzt, um kranken Frauen mit Kinderwunsch zu helfen. Rund 70 Geburten wurden bereits weltweit dokumentiert, neun davon am…

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Selbst finanzierte Versuche werden in der GKV angerechnet (Urteil SG Berlin)

Gemäß einem aktuellen Urteil des Sozialgerichtes Berlin (Urteil vom 27.11.2015 – Az. S 166 KR 671/12) werden in der gesetzlichen Krankenversicherung auch privat finanzierte Behandlungsversuche einer künstlichen Befruchtung auf die gemäß § 27a SGB V begrenzte Anzahl der Behandlungsversuche angerechnet. Nach Auffassung des Sozialgerichtes werden auch die auf eigene Kosten durchgeführten Behandlungsversuche angerechnet. Das Bundessozialgericht hatte in seinem Urteil vom 25. Juni 2009 (Az. B 3 KR 9/08 R) diese Frage ausdrücklich offen gelassen. Die abweichende Auffassung des Sozialgerichtes Kiel (Az. 3 KR 81/09) wurde vom Sozialgericht Berlin nicht geteilt. Nach Auffassung des Gerichtes sei der Wortlaut des § 27a SGB V eindeutig. Dass der Gesetzgeber bei der Änderung des 27a SGB V wirtschaftliche Ziele im Auge…

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Regierungsparteien im Bund lehnen künstliche Befruchtungen als Kassenleistung weiterhin ab

Der Gesundheitsausschuss des Bundestags lehnte mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD einen entsprechenden Antrag der Grünen ab. Die Links-Fraktion enthielt sich bei der Abstimmung. Ziel der Initiative der Grünen war es, dass auch nicht verheiratete Paare Kostenerstattungen für eine künstliche Befruchtung von den Krankenkassen erhalten. Bisher ist in § 27a SGB V die Kostenerstattung für sogenannte Kassenleistungen auf verheiratete Paare beschränkt. Ungeachtet der vorgenannten Abstimmung hat die Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) jüngst eine Förderrichtlinie ändern lassen, auf deren Basis Paare Unterstützung von Bund und Ländern erhalten können. Voraussetzung für diese Förderung ist aber, dass das jeweilige Bundesland sich an dem Förderprogramm des Bundes beteiligt. Quelle: www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/krankenkassen/article/903723/kuenstliche-befruchtung-koalition-foerderung-unverheiratete.html

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