Kündigung eines Arbeitsvertrages wegen Fehlzeiten bei künstlicher Befruchtung ist unzulässig

Nach einem Urteil des Arbeitsgerichtes Detmold vom 25.01.2007 ist eine Kündigung eines Arbeitnehmers aufgrund der zu erwartenden Fehlzeiten im Rahmen einer künstlichen Befruchtung unzulässig.

Entgegen der Ansicht des LAG Schleswig-Holstein (Urteil vom 17.11.1997 – 5 Sa 184/97) verstößt eine Kündigung, die wegen zu erwartender Fehlzeiten als Folge von Versuchen einer künstlicher Befruchtung ausgesprochen wird, gegen § 612 a BGB. Gemäß § 612 a BGB darf der Arbeitgeber einen Arbeitnehmer bei einer Vereinbarung oder einer Maßnahme nicht benachteiligen, weil der Arbeitnehmer in zulässiger Weise seine Rechte ausübt.

 

 

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