Kryokonservierung wird bei Krebsbehandlung zur Kassenleistung

Die Kryokonservierung wird Kassenleistung. Leider jedoch nur im Zusammenhang mit einer anstehenden Krebsbehandlung. Durch das Einfrieren (Kryokonservierung) von Ei- oder Samenzellen kann vermieden werden, dass nach einer Krebstherapie keine gesunden Zellen mehr vorhanden sind. Durch die Kryokonservierung kann nach der Krebsbehandlung durch eine künstliche Befruchtung eine Schwangerschaft herbeigeführt werden. Bisher mussten Betroffene die Kosten für die Kryokonservierung der Keimzellen jedoch selbst bezahlen. Durch das in Kraft getretene Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) wird nunmehr eine Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen für die Kryokonservierung festgeschrieben. Das gilt sowohl für Keimzellen als auch für Keimzellgewebe, aus dem die Keimzellen hervorgehen. Voraussetzung ist jedoch, dass bei dem Versicherten eine eine keimzellschädigende Therapie bevorsteht.

Wünschenswert wäre es gewesen, wenn die Kryokonservierung insgesamt zu einer Kassenleistung erklärt werden würde, da diese Behandlung erheblich günstiger als ein sogenannter Vollversuch ist. Bisher ist dieses aber nur in Zusammenhang mit einer Krebsbehandlung gegeben.

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