IVF- und ICSI-Versuche sollen nach Auffassung des LSG Thüringen nicht zusammengerechnet werden

Nach einem Urteil des Landessozialgerichtes Thüringen erfolgt gemäß 27a Abs 1 Nr 2 Halbs 2 SGB V keine Zusammenrechnung von zwei unterschiedlichen Behandlungsmethoden zur künstlichen Befruchtung (hier: In-Vitro-Fertilisation und Intracytoplasmatische Spermieninjektion).

In dem zugrundeliegenden Fall wurden von der Klägerin vor Beantragung des hier in Rede stehenden dritten ICSI-Behandlungszyklus bereits zwei IVF-Behandlungen und zwei ICSI-Behandlungen erfolglos durchgeführt. Eine Zusammenrechnung dieser beiden unterschiedlichen Behandlungsmethoden zur künstlichen Befruchtung kam nach Auffassung des Gerichtes nicht in Betracht. Eine Zusammenrechnung der IVF- und ICSI-Versuche erfolgte hier nicht, da gemäß vorgenannter gesetzlicher Regelung eine bestimmte Methode zur künstlichen Befruchtung gemeint ist und nicht unterschiedliche Methoden zur künstlichen Befruchtung.

______________________________________________
Informationen zu den Leistungsvoraussetzungen für eine Kinderwunschbehandlung.
Informationen zu Rechtsanwalt Philipp-Alexander Wagner und Kinderwunschrecht.
Informationen zum Thema unerfüllter Kinderwunsch.