Heilfürsorge: Erstattung der Aufwendungen für die Aufbewahrung kryokonservierter Samenzellen

Die Übernahme der Kosten für die weitere Aufbewahrung präoperativ konservierter Samenzellen als Leistung der Heilfürsorge setzt jedenfalls voraus, dass postoperativ ein Verlust der Zeugungsfähigkeit eingetreten ist. Erektionsstörungen reichen hierfür nicht aus. Nur wenn der als Folge des Eingriffs befürchtete Verlust der Zeugungsfähigkeit tatsächlich eingetreten ist, ist die weitere Aufbewahrung der Samenzellen eine Linderung krankheitsbedingter körperlicher Beeinträchtigung, so dass deren Kosten als Leistung der Beihilfe oder Heilfürsorge übernommen werden könnten.

Quelle: Urteil des OVG Lüneburg vom 10.09.2012