Das Jahrbuch des IVF-Register 2014 ist veröffentlicht

Das Jahrbuch des Deutschen IVF-Register für das Jahr 2014 ist raus. Hier die wichtigsten Zahlen im Überblick:

  • Bis 2014 wurden in Deutschland durch eine IVF- oder ICSI-Behandlung insgesamt 225.625 Kinder geboren
  • Weltweit wurden bisher über 5 Millionen Kinder durch eine IVF- oder ICSI-Behandlung geboren
  • Über 2,5 % aller lebendgeborenen Kinder im Jahr 2013 waren das Resultat einer künstlichen Befruchtung.
  • Im Jahr 2014 wurden 52.988 Frauen behandelt.
  • Bei ungestörter Eierstockfunktion kam es im Jahr 2014 (Durchschnitt aus allen Altersklassen) in 36,2 % aller Embryonentransfers zu einer Schwangerschaft nach einer konventionellen IVF und bei einer Therapie mittels ICSI bei 34,5 %
  • Im Jahr 2014 war weit mehr als die Hälfte aller behandelnden Frauen 35 Jahre und älter. Im Vergleich: Im Jahr 1996 war nur jede 3. Frau älter als 35

Nach der Rechtsprechung ist eine Voraussetzung für eine Kostenerstattung durch die private Krankenversicherung, dass eine Erfolgswahrscheinlichkeit von mindestens 15 % gegeben ist. Die Bestimmung der Erfolgsaussicht erfolgt im ersten Schritt durch die Feststellungen des IVF-Registers. Im Jahr 2014 lag die statistische Grenze bei der die Erfolgswahrscheinlichkeit erstmals unter 15 % sinkt bei der IVF-Behandlung bei 43 Jahren und bei der ICSI-Behandlung bei 42 Jahren. Wichtig ist aber, dass nach der Rechtsprechung entscheidend ist, dass neben den vorgenannten statistischen Werten auch die individuellen Erfolgsaussichten berücksichtigt werden. Hier ist die Argumentation im Einzelfall von entscheidender Bedeutung.

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