Preisbindung für Medikamente in Deutschland könnte fallen – Warum Kinderwunschpatienten davon profitieren können

Die umstrittene Preisbindung für verschreibungspflichtige Medikamente in Deutschland könnte aufgrund einer zu erwartenden Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vor dem Aus stehen. Wie der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), Maciej Szpuna, in seinen Schlussanträgen ausführt, beschränke die Preisbindung den freien Warenverkehr in der EU, verenge den Marktzugang von Internet-Apotheken und sei auch aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht zu rechtfertigen. In der Regel folgt der EuGH bei seiner Entscheidung den Anträgen des Generalanwaltes. Das Urteil des EuGH wird in einigen Monaten erwartet. Kinderwunschpatienten sind in der Regel auf die Anschaffung von Hormonen zur Stimulation angewiesen. Günstigere Medikamente mussten sich die Patienten vielfach aus dem Ausland besorgen. Sollte die Preisbindung aufgehoben werden, dann könnte dieser…

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Studie: Künstliche Befruchtung gesellschaftlich immer mehr anerkannt

Laut einer Studie der Krankenkasse IKK classic haben Frauen zwischen 20 und 50 Jahren kaum noch Berührungsängste beim Thema künstliche Befruchtung. Mehr als jede zweite von ihnen würde nach dieser Studie diesen Weg zum Wunschkind auch für sich persönlich nutzen, wenn anders der eigene Kinderwunsch nicht zu erfüllen wäre. Bei den Männern dieser Altersgruppe sind dafür 45 Prozent aufgeschlossen. Generell befürworten 78 Prozent der Frauen und 66 Prozent der Männer eine medizinische Kinderwunschbehandlung, wenn Paare auf natürlichem Weg keinen Nachwuchs bekommen können. Das sind Ergebnisse einer aktuellen Studie der IKK classic, bei der 500 Frauen und 500 Männer zwischen 20 und 50 Jahren befragt wurden. Demnach ist die künstliche Befruchtung…

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Chemotherapie und neue Techniken bei der künstlichen Befruchtung

Bei einer Chemotherapie ist eine Beeinträchtigung  der Fertilität häufig gegeben. Lange galt es als ausgeschlossen, dass die krebserkrankte Patientin nach einer Chemotherapie noch Kinder bekommen kann, weil dabei häufig die noch unreifen Eizellen in den Eierstöcken geschädigt werden. Heute können sich Betroffene vor einer Krebsbehandlung Eierstockgewebe entnehmen lassen. Der Eingriff dauert zehn Minuten. Im Anschluss wird das Gewebe eingefroren und nach überstandener Erkrankung transplantiert. Bei der Transplantation des Eierstockgewebes entwickeln sich die Zellen auf natürliche Weise, eine künstliche Befruchtung mit aufwendiger Hormonbehandlung wie beim Social Freezing entfällt. Bislang wird das Verfahren nur eingesetzt, um kranken Frauen mit Kinderwunsch zu helfen. Rund 70 Geburten wurden bereits weltweit dokumentiert, neun davon am…

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BGH: Zustimmung eines nicht verheirateten Mannes zur künstlichen Befruchtung verpflichtet zum Unterhalt

Der Bundesgerichtshof hat in seinem Urteil vom 23.09.2015 (XII ZR 99/14) entschieden, dass bei einer heterologen künstlichen Befruchtung (Behandlung eines nicht verheirateten Paares) eine Vereinbarung, mit welcher ein Mann die Einwilligung zu einer künstlichen Befruchtung einer Frau mit dem Ziel erteilt, die Vaterstellung für das zu zeugende Kind einzunehmen, gegenüber dem Kind binden ist. Der einwilligende (unverheiratete) Mann muss somit vertraglichen Unterhalt an das Kind zahlen. Die Einwilligung des Mannes muss gegenüber der Frau erklärt werden und bedarf keiner besonderen Form.  

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Studie: Schlaganfallrisiko bei Kindern die durch IVF gezeugt wurden erhöht

Nach einer Mitteilung in der Frankfurter Allgemeine FAZ konnte bei Kindern und jungen Erwachsenen, die künstlich durch In-vitro-Fertilisation (IVF) gezeugt wurden, erhöht festgestellt werden, dass bei diesen Kindern die Gefäßwände der Halsschlagader dicker sind, dass die Gefäße starrer, um 25 Prozent weniger dehnbar sind und dass sie auf geringeren Sauerstoffgehalt der Luft mit einem deutlich stärkeren Druckanstieg – nämlich um 30 Prozent – in den zur Lunge führenden arteriellen Blutgefäßen reagieren. Die Folge kann ein erhöhtes Schlaganfallrisiko sein. Mehr Einzelheiten der Studie auf: www.faz.net/aktuell/wissen/medizin/gefaessschaeden-bei-kuenstlich-durch-ivf-gezeugte-kinder-entdeckt-13865397.html  

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BGH: Einwilligung in künstliche Befruchtung der Lebensgefährtin mit Spendersamen begründet vertragliche Unterhaltspflicht für Kind

Ein Mann muss für den Unterhalt eines Kindes aufkommen, das aus der künstlichen Befruchtung seiner ehemaligen Lebensgefährtin mit den Samen eines Dritten hervorgegangen ist, sofern er in die heterologe Insemination eingewilligt hatte. Das gilt auch dann, wenn er nicht mit der Mutter des Kindes verheiratet ist und die Vaterschaft für das Kind auch nicht anerkannt hat, wie aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 23.09.2015 hervorgeht. Die Unterhaltspflicht sei vertraglich begründet, so die Karlsruher Richter (Az.: XII ZR 99/14). Lebensgefährte wollte für Folgen eventuell eintretender Schwangerschaft aufkommen Die Klägerin macht gegen den Beklagten Unterhalt geltend und stützt den Anspruch auf eine zwischen ihrer Mutter und dem Beklagten im Rahmen einer heterologen…

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Jahrbuch des IVF-Register 2013

Laut dem aktuellen Jahrbuch des IVF-Register wurden im Jahr 2013 nachfolgende Behandlungsergebnisse erzielt: Anzahl der Behandlungszyklen: 84.051 Anzahl der behandelten Frauen: 51.242 Anzahl der Follikelpunktionen: 54.237 (davon IVF: 12.156 und ICSI: 40.952) Wichtigste Zahl: Geborene Kinder 10.515 Geborene Kinder von 1997 bis 2013: 202.381      

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BGH: Kind hat Anspruch auf Auskunft über Identität seines anonymen Samenspenders

Der Bundesgerichtshof hat in einer Grundsatzentscheidung die Rechte von Kindern gestärkt, die durch eine künstliche heterologe Insemination gezeugt wurden. Sie haben danach einen Anspruch auf Auskunft über die Identität des anonymen Samenspenders. Dieser Anspruch sei auch nicht an ein bestimmtes Mindestalter gebunden, betonten die Karlsruher Richter (Urteil vom 28.01.20015, Az.: XII ZR 201/13). Eltern hatten vor Samenspende auf Auskunft über Samenspender verzichtet In dem vom BGH mitgeteilten Fall verlangen die im Dezember 1997 und im Februar 2002 geborenen Klägerinnen von der beklagten Reproduktionsklinik Auskunft über die Identität ihres biologischen Vaters durch Bekanntgabe des Samenspenders. Sie wurden jeweils durch eine künstliche heterologe Insemination gezeugt, die in der Klinik an der Mutter der Klägerinnen…

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Studie: Geschwindigkeit der Spermien nicht entscheidend

Seit Jahrzehnten wird angenommen, dass allein die Geschwindigkeit darüber entscheidet, welches Spermium letztendlich bei der weiblichen Eizelle ankommt. Deutsche und US-amerikanische Wissenschaftler sind jetzt einen Schritt weitergekommen bei der Suche nach den Ursachen für die Selektion der Spermien auf dem Weg zur Eizelle. Forscher entdeckten, dass über eine Rotationsbewegung die Richtungsbestimmung beeinflusst werden kann. Außerdem schwimmen Spermien teilweise zusammen, so dass diese hierdurch schneller vorankommen. Quelle: www.mutter-kind-magazin.de/erfolgreichere-kuenstliche-befruchtung/

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Embryonenspende – lesenswerter Hintergrundbericht

Ein sehr einfühlender Bericht in der Zeitung Die Zeit mit dem Titel: „Die gespendeten Kinder“ beschäftigt sich mit der Embryonenspende. Im Rahmen von Kryokonservierungen werden vielfach überzählige Embryonen aufbewahrt. In Deutschland wird diese Problematik bisher von der Politik ignoriert. Nur das Netzwerk Embryonenspende hat sich diesem wichtigen Thema angenommen. Der Artikel versucht dieses schwierige Thema umfassend darzustellen und ist daher lesenswert. Quelle: http://www.zeit.de/2014/40/kuenstliche-befruchtung-embryo-spende Zum Netzwerk Embryonenspende: http://www.netzwerk-embryonenspende.de/verfahren/verfahren.html

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