Einfrieren (Kryokonservierung) von Samen- und Eizellen wird Kassenleistung – aber nur im Vorgriff auf eine „keimzellenschädigende Therapie“

Nach Angaben des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) von Ärzten, Krankenkassen und Kliniken steht ab dem 1. Juli 2021 allen gesetzlich Versicherten die vor einer „potenziell keimzellschädigenden Therapie“ die Kryokonservierung von Samen- oder Eizellen zu.  Bei der Kryokonservierung werden Ei- oder Samenzellen entnommen und die Zellen in flüssigem Stickstoff eingelagert. So soll für die Betroffenen die Möglichkeit erhalten bleiben, sich nach einer…

Weiter lesen ...

Studie: Spermienqualität massiv gesunken – Ursachen unklar

Die Qualität der Spermien hat großen Einfluss auf die Erfolgschancen, eine Schwangerschaft herbeizuführen. Nimmt die Zahl der Spermien oder die Konzentration im Spermiogramm ab, dann sinken auch die Chancen für eine Schwangerschaft. Ist die Spermienqualität sehr schlecht, dann ist medizinisch eine ICSI-Behandlung erforderlich. Laut einer Studie soll die Zahl und Konzentration der Spermien zwischen 1973 und 2011 um 50 Prozent…

Weiter lesen ...

Studie: Keine Gesundheitsgefahren für Kinder nach IVF/ICSI-Behandlung

Nach Mitteilung der Deutsche Apotheker Zeitung haben Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg untersucht, ob die Reifung von Eizellen außerhalb des Körpers vor der künstlichen Befruchtung Auswirkungen auf Schwangerschaft und Kinder hat. Dazu werteten sie 138 internationale Studien zur kindlichen Entwicklung nach der sogenannten In-vitro-Maturation (IVM) aus. Das Ergebnis der Studie war, dass reif geborene Kinder sich bis zum zweiten Lebensjahr entsprechend…

Weiter lesen ...

Urteil: Auch das OLG Düsseldorf lehnt Kostenübernahme bei einer idiopathischen Sterilität ab

Nach einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichtes Düsseldorf stellt eine ungewollte Kinderlosigkeit als solche keine Krankheit im Sinne der Bedingungen für Krankheitskostenversicherungen (MB/KK) dar. Maßgebend ist vielmehr die organische Ursache derselben, hervorgerufen durch einen regelwidrigen körperlichen Zustand. Den Nachweis einer solchen Erkrankung muss der der Versicherungsnehmer nachweisen. Entgegen einer Rechtsprechung eines anderen Oberlandesgerichtes lehnt das Oberlandesgericht Düsseldorf die Annahme eines Versicherungsfalls…

Weiter lesen ...

Urteil: Lesbische Ehepaare haben in der gesetzlichen Krankenversicherung keinen Anspruch auf Kostenerstattung

Nach einem Urteil des Landessozialgerichtes Bayern vom 19.08.2020 haben lesbische Ehepaare als gesetzlich Versicherte keinen Anspruch auf eine künstliche Befruchtung. Danach kann eine Kostenerstattung nur erfolgen, wenn im Rahmen einer künstlichen Befruchtung nur ausschließlich Ei- und Samenzellen der Ehegatten verwendet werden. Die Verwendung von eigenen Samenzellen ist naturgemäß hier nicht möglich. Die Beschränkung der Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenversicherung auf Maßnahmen…

Weiter lesen ...

Studie: Jedes zehnte Paar ungewollt kinderlos

Laut einer Studie des Delta-Instituts für Sozial- und Ökologieforschung mit mehr als 3000 Befragten, soll jedes zehnte Paar ungewollt ohne Nachkommen bleiben. Nach der Studie gab jeder zweite Befragte an, dass ungewollte Kinderlosigkeit heute stigmatisiert wird.   Danach ist fast jedes zehnte Paar in Deutschland im Alter zwischen 25 und 59 Jahren  laut der Studie, die im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellt…

Weiter lesen ...

BGH: Kosten für Präimplantationsdiagnostik (PID) keine Leistung der PKV

Mit Urteil vom 20.05.2020 hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass Kosten einer durchgeführten Präimplantationsdiagnostik (PID), welche begleitend neben einer In-vitro-Fertilisation (IVF) mit intracytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) durchgeführt wurden, nicht von der private Krankenversicherer nicht zu erstatten sind. Der Versicherungsnehmer und seine Frau sind beide Träger einer seltenen Erbkrankheit. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein gemeinsames Kind daran erkranken wird, liegt bei 25%. Ein Kind…

Weiter lesen ...

Studie: Eine künstliche Befruchtung erhöht nicht das Risiko einer Frühgeburt oder eines niedrigen Geburtsgewichtes

Laut einer Studie des Max-Planck-Institutes ergeben sich durch eine künstliche Befruchtung keine erhöhten Risiken für ein niedriges Geburtsgewicht und eine Frühgeburt. Die Forscher konnte dieses anhand von statistischen Daten aus Finnland feststellen.Aus über 65.000 in den Jahren 1995 bis 2000 geborenen Kindern wählten sie 1.245 Geschwister aus, von denen jeweils mindestens eins natürlich und eins künstlich gezeugt worden war. Da…

Weiter lesen ...

Studie: Hängen Spermienqualität und Fehlgeburten zusammen?

Laut einer Meldung des Spiegel Online haben Forscher des Imperial College London Spermien im Rahmen einer Studie Spermien von Männern analysiert, bei denen die Partnerin mehrere Fehlgeburten hatte. Die aktuelle Untersuchung liefere Hinweise darauf, dass die Qualität der Spermien nicht nur entscheidend für eine erfolgreiche Befruchtung sei, sondern auch für die Schwangerschaft. Die Studie ist nach dem Bericht zwar nicht repräsentativ,…

Weiter lesen ...

NRW beteiligt sich am Förderprogramm für künstliche Befruchtung

Das Land Nordrhein-Westfalen will sich zukünftig an dem Förderprogramm des Bundes zur Unterstützung von Paaren im Zusammenhang mit einer künstlichen Befruchtung beteiligen. In der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Kostenübernahme für eine IVF- oder ICSI-Behandlung auf 50 % für drei Behandlungszyklen beschränkt. Daher mussten Paare in NRW bisher bei einer künstlichen Befruchtung den übrigen Kostenanteil selber tragen. Nunmehr könnte das Förderprogramm diese Lücke…

Weiter lesen ...