Bundestag beschließt Gesetz über Errichtung eines Samenspenderregisters

Nach Mitteilung der Ärzte Zeitung hat der Bundestag 18.05.2017 ein Gesetz verabschiedet, wonach die persönlichen Daten von Samenspender und -Empfängerin von Arztpraxen und Kinderwunschzentren künftig an ein Register übermittelt werden müssen, das beim Deutschen Institut für Medizinische Dokumentation und Information (DIMDI) angesiedelt wird. Dort müssen sie künftig 110 Jahre gespeichert werden. Jugendliche müssen mindestens 16 Jahre alt sein, um eigenständig ihr Auskunftsrecht geltend zu machen. Das Gesetz soll zwölf Monate nach seiner Verkündigung in Kraft treten. Das wird voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2018 der Fall sein. Quelle: http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/936014/samenspender-register-klaert-abstammung.html?sh=9&h=1695031713  

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Das Land Berlin unterstützt Kinderwunschpatienten

Gemäß der Mitteilung der ÄrzteZeitung wird die die finanzielle Unterstützung der künstlichen Befruchtung durch das Land Berlin und den Bund rege in Anspruch genommen. Innerhalb eines halben Jahres wurden danach in der Stadt Berlin knapp 300 Anträge auf Förderung der assistierten Reproduktion gestellt. Durch das Förderprogramm haben die betroffenen Kinderwunschpatienten die Möglichkeit, den in der gesetzlichen Krankenversicherung vorgeschriebenen Eigenanteil von 50 % auf 25 %, höchstens jedoch € 800,00 (IVF-Behandlung) bzw. € 900,00 (ICSI-Behandlung).zu reduzieren. Quelle: http://www.aerztezeitung.de/praxis_wirtschaft/igel/article/935138/kuenstliche-befruchtung-berliner-foerderung-gefragt.html Einzelheiten zum Förderprogramm: https://www.berlin.de/sen/gesundheit/themen/schwangerschaft-und-kindergesundheit/schwangerschaft-und-familienplanung/Kinderwunsch/    

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Forschung: neues Verfahren zur Analyse des Erbgutes

Die Wiener Reproduktionsmediziner um den ärztlichen Leiter des IVF-Fertilisationsprogrammes der II. Univ. Frauenklinik Wien, Herr Prof. D. Wilfried Feichtinger, forschen an einer nicht-invasive Präimplantationsdiagnostik aus Kulturflüssigkeit der befruchteten Eizellen (Blastozysten). Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie in „Reproductive BioMedicine Online“. Das Verfahren erbringt aussagekräftige Ergebnisse. Prof. Dr. Feichtinger hatte erstmals die von einem italienischen Reproduktionsmediziner angedachte neue Methode verwendet: Statt die Erbinformation einer Zelle des Embryos im Mehrzellstadium invasiv zu untersuchen, versuchten er und seine Mitarbeiter, parallel zu einer Polkörperdiagnostik im Kulturmedium der sich entwickelnden Eizelle DNA zu identifizieren, zu vermehren und dann zu analysieren. Quelle: http://derstandard.at/2000056966207/Neues-Verfahren-bei-kuenstlicher-Befruchtung  

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Anzahl der Adoptionen geht zurück – Zahl der künstlichen Befruchtungen steigt weiter

In Deutschland geht die Zahl der Adoptionen fortlaufend zurück. Gleichzeitig steigt die Anzahl der künstlichen Befruchtungen. Das geht aus Daten des Statistischen Bundesamts hervor. Im Vergleich der aktuellen Werte mit den Zahlen des Jahres 1991 erfolgte bei den Adoptionen sogar eine Halbierung der Zahlen. Ob der Grund für den Rückgang der Adoptionen darin liegt, dass mehr künstliche Befruchtungen durchgeführt wurden, lässt sich nicht eindeutig sagen. Grund dürfte aber auch sein, dass die Voraussetzungen für eine Adoption hoch sind; einige würden sogar sagen dass die Voraussetzungen zu hoch sind. Quelle: https://de.statista.com/infografik/7966/weniger-adoptionen-in-deutschland/

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Bund plant den Aufbau eines Samenspenderregisters

Laut Angaben der Zeitung Rheinische Post plant das Bundesgesundheitsministerium ein bundesweites Samenspenderregister aufzubauen. Nach Angaben der Zeitung sollen die Daten zu jedem erzeugten Kind 110 Jahre lang gespeichert werden. Weder der Spender noch die gesetzlichen Eltern des Kindes sollen einen eigenen Anspruch bekommen, voneinander zu erfahren. Der Zugriff wird nur dem betroffenen Kind zustehen. Ab seinem 16. Lebensjahr darf es den auch nur noch selbst wahrnehmen. Vorher kann es seine Erziehungsberechtigten damit beauftragen. Quelle: http://www.rp-online.de/politik/deutschland/bund-baut-samenspenderdatei-auf-aid-1.6327833

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Studie: Bei einer künstlichen Befruchtung von Frauen Ü 40 sinkt das Fehlgeburtenrisiko

Gemäß einer australischen Studie zufolge sollen Mütter jenseits der 40 nach künstlicher Befruchtung seltener Kinder mit Geburtsdefekten bekommen, als nach einer natürlichen Empfängnis. Nach der Studie nimmt das Risiko für kindliche Fehlbildungen nach assistierter Reproduktion mit zunehmendem Alter der Mutter statistisch gesehen ab. Eine Erklärung hierfür konnten die Ärzte bisher nicht finden. Quelle: www.sueddeutsche.de/gesundheit/kinderwunsch-vorteil-fuer-ue-eltern-1.3208986  

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Studie: Nährlösung für den Erfolg der IVF-Behandlung wichtig – oder warum möglicherweise das erste Bad das Wichtigste sein könnte

Im Rahmen einer künstlichen Befruchtung (IVF/ICSI-Behandlung) werden Embryonen in einer Petrischale großgezogen. Wie Forscher jetzt herausgefunden haben ist ein wichtiger Faktor die Nährlösung. Das Problem ist, dass die Hersteller dessen Zusammensetzung geheim halten. Mehr zur Studie unter: http://www.sueddeutsche.de/wissen/reproduktionsmedizin-das-erste-bad-1.3136211

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LG Hamburg: Kinderwunschzentrum muss nach gefälschter Unterschrift keinen Unterhalt zahlen

Ein Hamburger Kinderwunschzentrum muss keinen Unterhalt für ein Mädchen zahlen, das aus einer künstlichen Befruchtung hervorgegangen ist. Das Landgericht Hamburg wies am 04.08.2016 die Klage eines Mannes zurück, der dem Zentrum vorgeworfen hatte, die Unterschrift unter Einverständniserklärungen nicht geprüft zu haben. Tatsächlich habe nämlich seine damalige Frau die Unterschriften gefälscht. Das Gericht entschied jedoch, das Kinderwunschzentrum habe nicht fahrlässig gehandelt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Kläger zunächst einverstanden mit künstlicher Befruchtung Der zeugungsunfähige Mann hatte zu Beginn der Behandlung im Juli 2008 sein Einverständnis zu einer künstlichen Befruchtung seiner Frau mit Fremdsamen erklärt. Im Lauf der Zeit gab es rund zehn Behandlungen. Im Dezember 2010 brachte die Frau ein…

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OVG Münster: Kind indischer Leihmutter und deutschen Vaters hat Recht auf deutschen Pass

Ein deutscher Pass für das Kind einer indischen Leihmutter? Bei den Behörden blitzte der deutsche Vater, der mit seinem Partner in Israel lebt, ab – aber das Oberverwaltungsgericht Münster hat ihm am 14.07.2016 doch zum Erfolg verholfen und den bisher geltenden Grundsatz gekippt, dass nach deutschem Recht der Ehemann als Kindsvater gilt, auch wenn er es biologisch gar nicht ist (Az.: Aktenzeichen: 19 A 2/14). Einfacher Wunsch in schwierigen Umständen Wenn Recht auf Emotionen und Moral trifft, wird es in der Regel kompliziert. Das OVG Münster befasste sich am 14.07.2016 mit dem Wunsch eines Sechsjährigen die deutsche Staatsbürgerschaft zu erhalten. Eine einfache rechtliche Frage, wenn da nicht die Umstände wären: Der Junge…

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Preisbindung für Medikamente in Deutschland könnte fallen – Warum Kinderwunschpatienten davon profitieren können

Die umstrittene Preisbindung für verschreibungspflichtige Medikamente in Deutschland könnte aufgrund einer zu erwartenden Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) vor dem Aus stehen. Wie der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), Maciej Szpuna, in seinen Schlussanträgen ausführt, beschränke die Preisbindung den freien Warenverkehr in der EU, verenge den Marktzugang von Internet-Apotheken und sei auch aus Gründen des Gesundheitsschutzes nicht zu rechtfertigen. In der Regel folgt der EuGH bei seiner Entscheidung den Anträgen des Generalanwaltes. Das Urteil des EuGH wird in einigen Monaten erwartet. Kinderwunschpatienten sind in der Regel auf die Anschaffung von Hormonen zur Stimulation angewiesen. Günstigere Medikamente mussten sich die Patienten vielfach aus dem Ausland besorgen. Sollte die Preisbindung aufgehoben werden, dann könnte dieser…

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