Kryokonservierung wird zur Kassenleistung – aber nur in Ausnahmefällen

Der durch das Terminservice- und Versorgungsgesetz vom 06.05.2019 eingefügte § 27a Abs. 4 SGB verschafft Betroffenen nunmehr einen Anspruch auf Kryokonservierung, wenn aufgrund einer krankheitsbedingten Behandlung mittels einer keimzellschädigenden Therapie die Gefahr der Unfruchtbarkeit besteht und eine Kryokonservierung von Ei- oder Samenzellen oder Keimzellgewebe erforderlich ist, um eine zukünftige künstliche Befruchtung mit Hilfe der kryokonservierten Ei- oder Samenzellen oder des kryokonservierten Keimzellgewebes zu ermöglichen. Nach der früheren Rechtslage konnte in der gesetzlichen Krankenversicherung die Kryokonservierung von Samen- oder Eizellen, die im Hinblick auf eine bestehende Krankheit vorsorglich für eventuelle spätere künstliche Befruchtungen aufbewahrt werden sollten, weder als medizinische Maßnahme zur Herbeiführung einer Schwangerschaft über § 27a SGB V noch als Krankenbehandlung nach § 27 Abs. 1 beansprucht werden. Die Kryokonservierung konnte auch nicht als Satzungsmehrleistung nach § 11 Abs. 6 SGB V angeboten werden….

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