OLG München: Präimplantationsdiagnostik (PID) keine Leistung der PKV

Nach einer aktuellen Rechtsprechung des Oberlandesgerichtes München fallen die Kosten der genetischen Untersuchung von Zellen eines nach künstlicher Befruchtung erzeugten Embryos (Präimplantationsdiagnostik – PID) mangels Heilbehandlung der Mutter auch dann nicht unter den Krankenversicherungsschutz der Mutter, wenn diese an einer Glasknochenkrankheit leidet und die PID abweichend von § 3a Abs. 1 ESchG ausnahmsweise erlaubt ist. Anders als die auf Herbeiführung einer Schwangerschaft gerichtete künstliche Befruchtung, die auf die Linderung eines eigenen Leidens des bzw. der Versicherten abziele, bezwecke die PID, zukünftiges Leiden eines eigenständigen Lebens zu vermeiden. Da nach Auffassung des Gerichtes keine Heilbehandlung im Sinne der Bedingungen vorliege, lehnte es eine Kostenerstattung aus der privaten Krankenversicherung ab.  

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