BSG: Kryokonservierung im Regelfall keine Kassenleistung

Nach einer aktuellen Entscheidung des Bundessozialgerichtes hat ein gesetzlich versicherter Patient keinen Anspruch gegen die Krankenkasse auf Kosten für eine Kryokonservierung, die im Zusammenhang mit einer künstlichen Befruchtung durchgeführt wurde. Unter Kryokonservierung versteht man das Aufbewahren von Zellen oder Gewebe durch Einfrieren in flüssigem Stickstoff. Mit Hilfe dieses Verfahrens ist es möglich, die Vitalität der Zellen aufrechtzuerhalten. Nach Auffassung des Gerichtes werden danach nur Maßnahmen erfasst, die dem einzelnen natürlichen Zeugungsakt entsprechen und unmittelbar der Befruchtung dienen, nicht aber das Einfrieren und Lagern männlichen Samens auf unbestimmte Zeit oder die Kryokonservierung und Lagerung vorsorglich gewonnener Eizellen für die Wiederholung eines Versuchs der Befruchtung.    

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