Einkommensteuer: Vorläufigkeit des Steuerbescheides wegen Eigenanteil

Für Patienten, welche die Behandlungskosten in der Einkommensteuererklärung geltend machen wollten bestand bisher das Problem, dass diese Kosten nur dann als außergewöhnliche Belastung anerkannt werden, wenn ein gesetzlich geregelter Anteil (sogenannte „zumutbare Belastung“ gemäß § 33 Abs. 3 EStG) überschritten wurde. Gegenwärtig laufen Musterverfahren, welche sich gegen den Abzug der zumutbaren Belastungen aufgrund einer Krankheit wehren. Durch das Bundesfinanzministerium wurde nunmehr angeordnet, dass aufgrund der Musterverfahren die Steuerfestsetzung bezüglich dieser Kosten vorläufig erfolgt (§ 165 Absatz 1 AO). Patienten ist somit zu empfehlen, dass die Kosten einer künstlichen Befruchtung auch dann in der Erklärung steuerlich geltend gemacht werden sollten, wenn die Grenze der zumutbaren Belastung noch nicht überschritten wurde.   Quelle: http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Weitere_Steuerthemen/Abgabenordnung/2013-08-29-aufwendungen-krankheit-und-pflege.html

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