Wechsel von IVF- auf eine ICSI-Behandlung in der GKV

Wenn im Rahmen einer IVF-Behandlung Eizellen gewonnen wurden, jedoch keine hiervon sich befruchten lässt, liegt ein sogenanntes Fertilitätsversagen vor. Gemäß den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses (Ziffer 8 Satz 6f der Richtlinie) kann bei gesetzlich Versicherten ein Wechsel von einer IVF- auf eine ICSI-Behandlung vorgenommen werden, wenn es nach dem ersten Behandlungsversuch zu einem sogenannten totalen Fertilitätsversagen gekommen ist. Das Bundessozialgericht hat zur Frage der Erstattung von (hälftigen) Kosten für eine Maßnahme zur künstlichen Befruchtung mittels Intracytoplasmatischer Spermieninjektion (ICSI) entschieden, dass die Regelungen zu einem sogenannten Fertilitätsversagen rechtmäßig sind (B 1 KR 8/12 R). Der Sachverhalt: Die gesetzlich versicherte Klägerin leidet an primärer Sterilität, einem polycystischen Ovarialsyndrom sowie Oligomenorrhoe. Bei ihrem gleichfalls gesetzlich…

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Über 8.600 Kinder im Jahr 2012 aufgrund IVF/ICSI – IVF Jahrbuch 2012 ist erschienen

Das Jahrbuch 2012 des Deutschen IVF-Registers (DIR) ist raus. Im Rahmen dieser Dokumentation wurden die Ergebnisse von 80.467 Zyklen im Rahmen von künstlichen Befruchtungen ausgewertet. Insgesamt wurden im Jahr 2012 in Deutschland 47.807 Frauen behandelt. Die Qualität von Reproduktionsbehandlungen in Deutschland ist anerkennenswert gut. Die Schwangerschaftsrate bei IVF-Behandlungen entspricht mit 30,4 % und bei ICSI-Behandlungen mit 29 % internationalem Niveau. Die durchschnittliche Schwangerschaftsrate bei Gefrierkonservierungsverfahren betrug danach 21,1 %. Auffällig ist, dass die statistische Erfolgswahrscheinlichkeit bei Frauen gestiegen ist, so dass auch bei „älteren“ Frauen noch eine Wahrscheinlichkeit von über 15 % (Mindestwahrscheinlichkeit gemäß der Rechtsprechung für eine Kostenerstattung) angenommen werden kann. Und das wichtigste zum Schluss: Im Jahr 2012 wurden aufgrund…

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