Genehmigter Behandlungsplan gilt nicht für neue Kinderwunschklinik

Nach einem aktuellen Urteil des Landessozialgerichtes Hamburg ist bei einem Wechsel des behandelnden Arztes ein neuer Behandlungsplan, zur Genehmigung bei der Krankenkasse einzureichen. Es gilt daher der Grundsatz , dass nach § 27a Abs. 3 Satz 2 SGB V der Krankenkasse vor Beginn der Behandlung ein Behandlungsplan vorzulegen ist, welcher von dem Arzt aufzustellen ist, der die Behandlungsmaßnahmen zur künstlichen Befruchtung durchführt  Ohne eine Genehmigung des Behandlungsplanes wird daher die Krankenkasse die Kostenübernahme in gesetzlicher Höhe ablehnen. Bei Wechsel der Kinderwunschklinik sollten gesetzlich versicherte Patienten daher einen neuen Behandlungsplan zur Genehmigung einreichen.

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TCM soll den Erfolg einer künstlichen Befruchtung wesentlich verbessern

Traditionelle chinesische Meditzin (TCM) soll laut einer Studie aus Israel die Erfolgsaussichten bei einer sogenannten künstlichen Befruchtung erheblich erhöhen. Ob für den Erfolg auch psychische Ursachen (Stressreduktion) ursächlich sind, ist nach dieser Stude unklar. Nach meiner Auffassung ist dieses jedoch unerheblich – nur der Erfolg zählt! Quelle:www.carstens-stiftung.de/artikel/kinderwunsch-erfuellt-dank-tcm.html    

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Aufschlüsselung der Bezeichnungen eines Spermiogramms

Bei einer Beurteilungen eines Spermiogramms werden regelmäßig Fachbezeichnungen verwendet. Hier eine Aufschlüsselung der häufigsten Bezeichnungen: Normozoospermie = normale Ejakulatsparameter Oligozoospermie = reduzierte Spermienkonzentration (weniger als 15 Millionen Spermatozoen pro ml) Asthenozoospermie = reduzierte Motalität (weniger als 32 % motile Spermatozoen) Teratozoospermie = verminderter Anteil morphologisch normaler Spermatozoen (weniger als 4 % normale Formen) Oligo-Astheno-Teratozooserpmie = Konzentration und Motalität sowie Formen sind eingeschränkt, wird auch als OAT-Syndrom bezeichnet Krypotozoospermie = Spermiennachweis erst im Zentrifugat (weniger als 1 Million Spermien pro ml) Nekrozoospermie = keine beweglichen Spermien Azoospermie = keine Spermatozoen im Ejakulat Parvesemie = zu geringes Ejakulatvolumen (1,5 ml) Aspermie = kein Ejakulat Ergänzend zum Thema Spermiogramm und aktuelle Werte nach der WHO weiterer Beitrag…

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Schädigung der DNA des Spermas soll eine entscheidende Ursache für Unfruchtbarkeit sein

Laut einer Sudie der Queen’s University Belfast könnte eine Ursache der Fertiltätsstörung von vielen Paaren geklärt sein. Die Studie mit 239 Paaren mit einer sogenannten idiopathischen Steriltät (Verursacher ist unklar) soll ergeben haben, dass in 80 Prozent der Fälle das Sperma der Männer Schädigungen der DNA aufwies. Durch eine Entwicklung eines Testverfahrens sollen so die Chancen für eine sogenannte künstliche Befruchtung erhöht werden. Quelle:www.innovations-report.de/html/berichte/studien/neue_hoffnung_unfruchtbare_paare_205672.html

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Bundesregierung beschließt Verordnung für die Präimplantationsdiagnostik (PID)

Der Bundestag hat bereits im Jahr 2011 beschlossen, dass Präimplantationsdiagnostik in Ausnahmefällen zulässig ist. Damit können Erbkrankheiten bei Embryonen festgestellt werden. Zur Umsetzung des Gesetzes hat das Bundeskabinett nunmehr die zugrundeliegende Verordnung beschlossen. Eine Zustimmung des Bundesrates zur Verordung steht jedoch noch aus. Quelle: www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2012/11/2012-11-14-strenge-voraussetzungen-fuer-pid-zentren-beschlossen.html oder www.welt.de/politik/deutschland/article111038616/Gentests-an-Embryonen-sollen-bald-moeglich-sein.html  

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Bundesverband der Standesbeamten regt Reform des Verbotes der Leihmutterschaft an

Der Bundesverband deutscher Standesbeamter hält eine Reform des Familienrechts wegen zunehmender, aber in Deutschland verbotener, Leihmutterschaften für erforderlich. Standesbeamte müssten sich in ihrer Praxis immer häufiger mit dem Thema Leihmutterschaft befassen, da die Wunscheltern das im Ausland von einer anderen Frau ausgetragene Kind in das deutsche Personenstandsregister eintragen lassen wollen. Quelle: www.welt.de/newsticker/news3/article110864829/Standesbeamte-Gesetzgeber-muss-sich-mit-Leihmutterschaften-befassen.html

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Bundesverwaltungsgericht lässt Revision zur Frage zu, ob für eine heterologe IVF Beihilfe beansprucht werden kann

Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hatte in seinem Urteil vom 14.02.2012 entschieden, dass beihilfefähige Aufwendungen  nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 BVO in unmittelbarem Zusammenhang mit einem Krankheitsfall stehen müssen. D.h. die Aufwendungen müssen durch Maßnahmen entstanden sein, die der Wiedererlangung der Gesundheit, der Besserung oder Linderung von Leiden oder der Beseitigung oder dem Ausgleich angeborener oder erworbener körperlicher Beeinträchtigungen dienen. Aufwendungen für eine künstliche Befruchtung der Ehefrau eines zeugungsunfähigen Beamten in Form der sog. heterologen In-vitro-Fertilisation sind nach Auffassung des Verwaltungsgerichtshofes nicht beihilfefähig, weil die künstliche Befruchtung mit Spendersamen keine Krankenbehandlung im Sinne des Beihilferechts sein soll. Eine abweichende Auffassung wird vom Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 16.12.2010 (Aufwendungen eines Ehepaars für…

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Forschung: Erhaltung der Zeugungsfähigkeit nach Chemotherapie bei Jungen

Forschern aus Pittsburgh ist ein weiterer Schritt bei der Erforschung der Refertilisierung gelungen. Jungen, die durch eine Chemo- oder Radiotherapie unfruchtbar werden, könnten künftig dank einer autologen Transplantation von Spermatogonien wieder zeugungsfähig werden. In einer Studie ist dies den Forschern bei Makaken (Affen) gelungen. Erwachsene Männer können vor einer Chemo- oder Radiotherapie heute bereits Spermien kryokonservieren lassen, um sich einen späteren Kinderwunsch mittels In-vitro-Fertilisation (IVF) offen zu halten. Jungen vor der Pubertät steht diese Möglichkeit nicht offen, da ihr Hoden noch keine Spermien produziert. Die Stammzellen für die spätere Spermienproduktion, die Spermatogonien, sind jedoch vorhanden. Durch die Entnahme dieser Stammzellen und späteren Transplantation nach der Chemotherapie konnten sodann Spermien gewonnen…

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