Zusatzleistungen von Krankenkassen (GKV) für eine künstliche Befruchtung

  Der Leistungsanspruch gesetzlich Krankenversicherter auf bestimmte Behandlungen oder Untersuchungen in der vertragsärztlichen Versorgung wird im Rahmen des Selbstverwaltungsprinzips von dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) in verbindlichen Richtlinien näher konkretisiert. Für eine Kinderwunschbehandlung werden die Ansprüche von Versicherten in der GKV in § 27a SGB V und der Richtlinie über künstliche Befruchtung des G-BA geregelt. Außerdem sind seit dem 01. Januar 2012 durch das GKV-Versorgungsstrukturgesetz die Angebotsmöglichkeiten für Satzungsleistungen der Krankenkassen erweitert worden. Dabei können die Krankenkassen auch Leistungen im Zusammenhang mit einer künstliche Befruchtung als Zusatzleistungen in ihren Leistungskatalog aufnehmen. Nachfolgende Krankenversicherungen haben in diesem Zusammenhang Zusatzleistungen zugesagt. Vor einem Wechsel der Krankenkasse sollten Betroffene sich in jedem Fall die Aktualität und Richtigkeit der Angaben bestätigen…

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Erstmals ist in den USA ein Drei-Personen-IVF beim Menschen gelungen

US-Forscher haben erfolgreich menschliche Eizellen befruchtet, deren Zellkerne sie zuvor aus anderen Eizellen entnommen hatten. Die Erfolgsrate dieser Spindel-Transfer genannten Variante der In-vitro-Fertilisation (IVF) war der Publikation in Nature zufolge zwar gering. Die Embryonen wiesen keine offensichtlichen Defekte auf, sie wurden aber noch nicht in den Uterus transferiert. Die neue Methode dürfte auf ethische Bedenken stoßen, da die Embryonen drei gene­tische Eltern haben. In Großbritannien wird aber über eine Genehmigung der neuen IVF-Methode diskutiert, die die Weitergabe mitochondrialer Gendefekte vermeiden könnte (vgl. hierzu den Beitrag vom 18.09.2012). Quelle: aerzteblatt.de vom 25.10.2012, www.aerzteblatt.de/nachrichten/52162/Erstmals-Drei-Personen-IVF-beim-Menschen-gelungen  

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Laut Ergebnis einer Studie kann eine Kinderwunschbehandlung bei Multipler Sklerose (MS) zu mehr Schüben führen

Eine Kinderwunschbehandlung bei gleichzeitig bestehender Multipler Sklerose soll die Risiken von Schüben erhöhen. Die Ergebnisse einer Studie deuten darauf hin, dass es nach einer künstlichen Befruchtung zu einem signifikanten Anstieg der Krankheitsaktivität bei Multipler Sklerose (MS) kommt. MS-Patientinnen sollten daher bei einer Kinderwunschbehandlung auf dieses Risiko hingewiesen werden. Quelle: www.medscapemedizin.de/artikel/4900406        

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GKV: Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) stellt Zählweise bei vorherigem erfolgreichen Versuch klar

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) konkretisier in einem aktuellen Beschluss die Zählweise von Versuchen bei einer künstlichen Befruchtung nach Geburt eines Kindes. Der G-BA hat hinsichtlich des Anspruchs gesetzlich versicherter verheirateter Paare auf Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) klargestellt, welcher Behandlungsanspruch nach einem erfolgreichen Behandlungsversuch (Geburt) besteht. Danach hat ein Paar erneut Anspruch auf die für die Maßnahme zulässige Höchstzahl von drei erfolglosen Versuchen. Die der Geburt vorangegangenen Behandlungsversuche werden nicht angerechnet. Der vorgenannte Beschluss des G-BA wurde dem Bundesgesundheitsministerium zur Prüfung vorgelegt und wird voraussichtlich demnächt verbindlich. Quelle: http://www.g-ba.de/institution/presse/pressemitteilungen/458    

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Europäischer Gerichtshof erklärt Verbot der PID (in Italien) für unzulässig

Das Verbot der Präimplantationsdiagnostik ist nach Auffassung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) ein unverhältnismäßiger Eingriff in den durch Art. 8 Menschenrechtskonvention geschützten Bereich. Im Urteil Costa und Pavan gg. Italien vom 28.8.2012 äußerte sich der EGMR erstmals zur Regelung der Präimplantationsdiagnostik. Im Urteil Costa und Pavan gg. Italien vom 28.8.2012 äußerte sich der EGMR erstmals zur Regelung der Präimplantationsdiagnostik. Das beschwerdeführende Paar hatte bereits eine an der Stoffwechselerkrankung Mukoviszidose leidende Tochter. Nachdem bei einer weiteren Schwangerschaft festgestellt wurde, dass der Fötus ebenfalls an dieser Krankheit litt, entschieden sich die Eltern zu einer Abtreibung. Um ihren Wunsch nach einem gesunden Kind zu erfüllen, wollten sie eine In vitro Fertilisation (IVF)…

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Durchschnittliches Alter der Frauen bei künstlicher Befruchtung gestiegen

Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) sind Patientinnen bei ihrer ersten künstlichen Befruchtung im Durchschnitt 35 Jahre alt. Vor fünf Jahren habe das Durchschnittsalter noch 34 Jahre betragen. Das Alter der Frau sei bei künstlichen Befruchtungen jedoch nach wie vor entscheidend. „Anzahl und Qualität der Eizellen nehmen mit zunehmendem Alter immer weiter ab“, sagte Professor Jan-Steffen Krüssel vom Universitätsklinikum Düsseldorf beim 59. DGGG-Kongress in München. Dass Frauen immer später Kinder bekommen, habe verschiedene Gründe. Gut die Hälfte der Frauen (51 Prozent) schiebe ihren Kinderwunsch aus beruflichen und finanziellen Gründen hinaus. Vielen Frauen fehle auch der richtige Partner zur Familiengründung. Quelle: Arztezeitung vom 13.10.2012, http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/article/824017/kuenstliche-befruchtung-frauen-immer-aelter.html  

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Einführung der Präimplantationsdiagnostik (PID) soll sich weiter verzögern

Die Einführung der Präimplantationsdiagnostik (PID) könnte laut der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) noch mindestens ein Jahr dauern. „Es ist zu befürchten, dass die Verordnung, die die Präimplantationsdiagnostik regeln soll, nicht mehr vor der Bundestagswahl 2013 verabschiedet wird“, sagte laut einem Artikel der Zeitschrift Spiegel Herr Klaus Diedrich vom Universitätsklinikum Lübeck bei der Jahrestagung der DGGG. Grund sei vor allem Streit über die Zuständigkeiten der geplanten PID-Ethikkommissionen. Die Einführung der PID wurde vom Bundestag beschlossen; nur das Gesetzgebungsverfahren verzögert sich weiter. Es bleibt somit abzuwarten, ob die Gegner der PID eine Einführung weiter verhindern können. Quelle: http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/pid-streitereien-verzoegern-die-gesetzeinfuehrung-fuer-embryonentests-a-860682.html  

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Heilfürsorge: Erstattung der Aufwendungen für die Aufbewahrung kryokonservierter Samenzellen

Die Übernahme der Kosten für die weitere Aufbewahrung präoperativ konservierter Samenzellen als Leistung der Heilfürsorge setzt jedenfalls voraus, dass postoperativ ein Verlust der Zeugungsfähigkeit eingetreten ist. Erektionsstörungen reichen hierfür nicht aus. Nur wenn der als Folge des Eingriffs befürchtete Verlust der Zeugungsfähigkeit tatsächlich eingetreten ist, ist die weitere Aufbewahrung der Samenzellen eine Linderung krankheitsbedingter körperlicher Beeinträchtigung, so dass deren Kosten als Leistung der Beihilfe oder Heilfürsorge übernommen werden könnten. Quelle: Urteil des OVG Lüneburg vom 10.09.2012

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Stammzellenforschung: Körperzellen lassen sich zu Stammzellen zurückprogrammieren

John Gurdon aus Großbritannien und der Japaner Shinya Yamanaka erhalten den Nobelpreis für Medizin. Die beiden Zellforscher bekommen die Auszeichnung für die Rückprogrammierung erwachsener Körperzellen in einen Zustand, in dem diese sich wie embryonale Stammzellen zu allen möglichen Gewebearten entwickeln können. Als iPS-Zellen wurden diese induzierten pluripotenten Stammzellen bekannt. Stammzellen könnten auch für die künstliche Befruchtung wichtig werden, da die Hoffnung besteht, dass hieraus z.B. auch Eizellen gezüchtet werden könnten, vgl. meinen Artikel vom 05.10.2012. Quelle:http://www.zeit.de/wissen/2012-10/nobelpreis-medizin-preistraeger

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Stammzellenforschung: Forscher konnten funktionsfähige Eizellen züchten

Japanischen Forschern ist es laut der Zeitschrift Spiegel gelungen, aus Mäuse-Stammzellen funktionsfähige Eizellen zu gewinnen. Mäuse, die mit den gezüchteten Eizellen befruchtet wurden, brachten sodann Nachwuchs zur Welt. Die Ergebnisse lassen hoffen, dass eines Tages auch bei Menschen Eizellen künstlich gezüchtet werden können. Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/forscher-zuechten-eizellen-aus-stammzellen-in-der-maus-a-859489.html  

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