Aktivierung unreifer Eizellen zukünftig möglich – IVF auch für Krebspatienten möglich

Forscher der Universität Göteborg in Schweden vermelden einen Durchbruch bei der In-vitro-Fertilisation (IVF), der künstlichen Befruchtung einer Eizelle durch ein Spermium außerhalb des Körpers. Frauen und Mädchen, die an Krebs erkrankt und mit Strahlen- oder Chemotherapie behandelt worden waren, sind danach häufig unfruchtbar, da ihre Eizellen die Behandlung nicht überleben. Viele (und nicht nur erkrankte) Frauen entscheiden sich daher, ihre Eizellen oder gar Embryonen einfrieren zu lassen – für Mädchen allerdings, die noch nicht in der Pubertät sind, ist dies keine Option. Eine wirksamere Methode für den Erhalt der Fruchtbarkeit ist das Einfrieren von Eierstockgewebe und den darin enthaltenen kleinen, unreifen Eizellen. Um in einer In-vitro-Behandlung eingesetzt werden zu können,…

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Gemeinsamer Bundesausschuss überprüft Grenzwerte für ICSI

Mit Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) vom 16.08.2012 wurde das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) beauftragt zu überprüfen welche Spermiogrammparameter eine Indikation zur Intracytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) statt einer In-Vitro-Fertilisation (IVF) begründen. Möglicherweise werden somit die Grenzwerte in den Richtlinien über künstliche Befruchtung des G-BA (Ziffer 11.5) zukünftig angepasst. Hintergrund könnte sein, dass auch die WHO in dem aktuellen Manual eine Änderung der Referenzwerte vorgenommen hat, vgl. Beitrag vom 03.09.2012.  Gemäß § 27a Abs. 4 SGB V sind die Richtlinien des G-BA Grundlage für einen Leistungsanspruch gegenüber der GKV. Quelle: http://www.g-ba.de/downloads/39-261-1547/2012-08-16_IQWiG_Beauftragung_ICSI.pdf  

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Unfruchtbarkeit bei Männern – ein neuer Eiweißstoff soll helfen

Ein neu identifiziertes Protein soll unfruchtbaren Männern helfen. Forscher der Cardiff Universität haben ein Protein im Labor nachgebaut, das im Sperma vieler zeugungsunfähiger Männer fehlt. Dieses Protein soll nach der Studie entscheidend sein die Befruchtung der Eizelle voranzutreiben. Der Eiweißstoff nennt sich PLC-zeta (kurz PLCz genannt) und soll der maßgebliche Initiator dafür, das überhaupt ein biologischer Prozess in der Eizelle in Gang gesetzt wird. Ohne dieses Protein, können die Spermien mit dem Ei zwar verschmelzen; eine weitere Entwicklung der Eizelle würde sodann jedoch nicht mehr erfolgen.  Die Wissenschaflter behandelten eine unbefruchtete Eizelle mit dem künstlich hergestellten PLCz-Protein . Nach der Behandlung mit dem Protein setzte die Eizelle die normale Entwicklung fort….

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Laut einer Untersuchung soll bei einer ICSI-Behandlung ein erhöhtes Risiko einer Fehlbildung für das Kind gegeben sein

Gemäß einer Studie der Universität Adelaid in Australien soll bei der Durchführung einer ICSI ein höheres Risiko für Gesundheitsschäden gegeben als bei Kinder, die auf natürlichem Weg gezeugt werden. Ursache dafür sollen sowohl die künstliche Befruchtung als auch die Unfruchtbarkeit der Eltern sein. Dabei komme es aber auch auf die spezielle Befruchtungsmethode an. Bei einer gewöhnlichen In-Vitro-Fertilisation (IVF) treten im Vergleich zur natürlichen Fortpflanzung keine signifikant unterschiedlichen Gesundheitsrisiken für die Kinder auf. Hingegen soll bei der Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI) ein erhöhtes Risiko einer Fehlbildung gegeben sein. Zehn Prozent der mittels ICSI gezeugten Babys sollen danach mit Beeinträchtigungen zur Welt kommen. Bei natürlicher Empfängnis liegt die Rate bei sechs Prozent. Quelle:http://www.aerzteblatt.de/archiv/126151/Kuenstliche-Befruchtung-ICSI-mit-mehr-Fehlbildungen

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Transplantation einer Gebärmutter zur Durchführung einer IVF

In Schweden wurden erstmals zwei Frauen die Gebärmutter ihrer jeweiligen Mütter erfolgreich transplantiert. Aufgrund einer Sterilität war eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg ausgeschlossen. Im ersten Schritt sollen die Frauen durch eine In-vitro-Fertilisaton (IVF) künstlich befruchtet werden. Dabei sollen Eizellen der Frauen, die vor der Transplantation entnommen wurden, mit dem Sperma ihrer jeweiligen Partner befruchtet und schließlich in die neuen Gebärmutter übertragen werden. Quelle:http://www.fr-online.de/wissenschaft/gebaermutter-transplantation-von-mutter-zu-tochter,1472788,17288416.html

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Besondere IVF-Behandlung soll Erbkrankheit vermeiden

Die Samenzelle stammt vom Vater, die Eizelle ist aus den Zellen von zwei Frauen zusammengesetzt: Mit der „Drei-Eltern-IVF“ können bestimmte Krankheiten beim Kind verhindert werden. In Großbritannien befragt derzeit die Überwachungsbehörde für künstliche Befruchtungen (Human Fertilisation Embryology Authority – HFEA) im Internet die Bevölkerung wie sie zu dieser In-Vitro-Fertilisation (IVF) unter Beteiligung von einem Vater und zwei Müttern stehen. Hintergrund ist, dass bei dieser Technik Erbkrankheiten vermieden werden sollen, welche aufgrund einer Schädigung des Mitochondrien-Erbgutes zurückzuführen sind. Quellen: www.mitochondria.hfea.gov.uk/mitochondria/ und http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/reproduktionsmedizin-mutter-mutter-vater-kind-1.1470842    

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Studie belegt: Unerfüllter Kinderwunsch erhöht Risiko für gravierende psychische Störungen

Frauen, die kinderlos blieben, sollen nach einer Studie der dänischen Epidemiologin Birgitte Baldur-Felskov nach Auswertung von Daten von fast 100 000 Frauen ein um 18 % höheres Risiko haben, wegen einer gravierenden psychischen Störung in ein Krankenhaus zu müssen. Hintergrund ist meist eine im Zusammenhang mitder Kinderlosigkeit stehende Angststörung oder Depression. Die Frauen hatten auch häufiger Probleme mit Alkohol und Drogen oder entwickelten eine Essstörung. Es ist um so weniger Verständlich, dass die GKV eine Beschränkung auf drei Behandlungsversuche vornimmt, da die Kosten für eine kostenintensive psychologische Behandlung in vollem Umfang von den Krankenkassen gezahlt werden. Die Studie ist somit ein erneuter Beleg dafür, dass in der GKV eine Verbesserung der Kostenerstattung für Kinderwunschpatienten erfolgen muss….

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Altersgrenze für Kinderwunschbehandlung bei Beihilfe in NRW bestätigt

Gemäß einem Urteil des Verwaltungsgerichtes Aachen vom 07.09.2012 ist eine Beihilfegewährung ausgeschlossen, wenn der bloße Behandlungsbeginn vor der Vollendung des 40. Lebensjahres der Ehefrau erfolgt ist. Voraussetzung ist danach, dass „in jedem Behandlungszyklus“ die Anforderung des § 8 Abs. 4 BVO NRW noch vorliegen. Ergänzend verweist das Gericht auf die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses, dass die gleichen Voraussetzungen bestimmt (vgl. Richtlinie zur künstlichen Befruchtung, Ziffer 9.1).  

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Keine Beihilfe zu Aufwendungen für eine künstliche Befruchtung bei einem nicht verheirateten Paar

Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes des Landes Nordrhein-Westfalen vom 03.09.2012 verstößt der Ausschluss der Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für eine künstliche Befruchtung für nicht verheiratete Paare nach § 43 Abs. 1 BBhV i.V.m. § 27a Abs. 1 Nr. 3 SGB V nicht gegen den Gleichheitsgrundsatz. Die von dem Bundesverfassungsgericht in seinem Urteil vom 28. Februar 2007 angestellten Erwägungen greifen auch hier, weil die Aufwendungen bei künstlicher Befruchtung nach dem Regelungskonzept des § 80 Abs. 2 Nr. 1 und 3 BBG nicht der Beseitigung einer Krankheit dienen, sondern nur eine insoweit gleichgestellte Behandlung betreffen. Nicht verheiratete Paare in NRW erhalten keine Beihilfe für eine künstliche Befruchtung.

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Verordnung zur Präimplantationsdiagnostik (PID)

Laut einem Artikel in der Zeitschrift Spiegel besteht ein neuer Streit um die Regelung der Präimplantationsdiagnostik (PID). Die lang erwartete Verordnung des Gesundheitsministeriums stehe im Widerspruch zum Willen des Gesetzgebers, kritisieren laut dem Spiegel Politiker mehrerer Parteien. Vielmehr soll die Verordnung eine illegale Ausweitung der PID sein. Quelle: www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/pid-entwurf-politiker-kritisieren-gesundheitsminister-bahr-a-855399.html  

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